Allgemeine Geschäftsbedingungen

    § 1 Geltungsbereich

    (1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Behandlungsverträge zwischen Dr. med. Dr. med. dent. Ingo Watanpour (nachfolgend „Behandler") und seinen Patienten (nachfolgend „Patient").

    (2) Die AGB gelten insbesondere für ästhetische Behandlungen wie Facelift, Lidstraffung, Haartransplantation und ergänzende Verfahren, die nicht der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen.

    (3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Patienten werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Behandler ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.

    § 2 Vertragsschluss und Beratungsgespräch

    (1) Vor jeder ästhetischen Behandlung findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Dieses Gespräch dient der Analyse der individuellen Situation, der Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten sowie der Aufklärung über Risiken und Alternativen.

    (2) Der Behandlungsvertrag kommt durch die schriftliche Einwilligung des Patienten in die vereinbarte Behandlung zustande. Zwischen dem Aufklärungsgespräch und dem Eingriff liegt grundsätzlich eine Bedenkzeit von mindestens 24 Stunden.

    (3) Das Beratungsgespräch kann mit einer Pauschale berechnet werden. Diese wird bei Durchführung der Behandlung mit den Behandlungskosten verrechnet.

    § 3 Aufklärung und Einwilligung

    (1) Der Patient wird vor der Behandlung umfassend über Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Behandlung sowie über mögliche Alternativen aufgeklärt.

    (2) Die Einwilligung des Patienten erfolgt schriftlich auf einem gesonderten Aufklärungsbogen. Der Patient erhält eine Kopie des unterzeichneten Dokuments.

    (3) Der Patient ist verpflichtet, alle für die Behandlung relevanten Informationen wahrheitsgemäß anzugeben, insbesondere zu Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Allergien und früheren Eingriffen.

    § 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen

    (1) Die Vergütung für ästhetische Behandlungen richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bzw. der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Es können Steigerungssätze entsprechend der individuellen Behandlung vereinbart werden.

    (2) Vor Behandlungsbeginn erhält der Patient einen detaillierten und verbindlichen Kostenvoranschlag. Dieser wird vom Patienten schriftlich bestätigt.

    (3) Bei umfangreicheren Behandlungen kann eine Anzahlung von bis zu 30% des Behandlungshonorars vereinbart werden. Die Anzahlung ist bei Terminvereinbarung fällig.

    (4) Die Restzahlung erfolgt vor Behandlungsbeginn oder nach Vereinbarung. Bei Ratenzahlung gelten gesonderte Vereinbarungen.

    (5) Ästhetische Behandlungen werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Der Patient trägt die Kosten selbst.

    § 5 Terminvereinbarung und Terminabsagen

    (1) Vereinbarte Termine sind verbindlich. Der Patient verpflichtet sich, die vereinbarten Termine einzuhalten.

    (2) Termine können bis zu 48 Stunden vor dem vereinbarten Zeitpunkt ohne Gebühr abgesagt oder verschoben werden.

    (3) Bei Absagen weniger als 48 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen ohne vorherige Absage kann ein Ausfallhonorar in Höhe von bis zu 50% des vereinbarten Behandlungshonorars berechnet werden.

    (4) Bei operativen Eingriffen gelten längere Absagefristen (in der Regel 14 Tage), die im Kostenvoranschlag gesondert vereinbart werden.

    § 6 Nachsorge und Kontrolltermine

    (1) Der Patient verpflichtet sich, die vereinbarten Nachsorgetermine wahrzunehmen und die erhaltenen Nachsorgeanweisungen zu befolgen.

    (2) Im Behandlungspreis enthaltene Kontrolltermine sind innerhalb der vereinbarten Frist wahrzunehmen. Versäumte Kontrolltermine können nicht nachgeholt werden.

    (3) Bei Komplikationen oder ungewöhnlichen Beschwerden ist der Patient verpflichtet, sich unverzüglich mit der Praxis in Verbindung zu setzen.

    § 7 Garantie und Ergebnisse

    (1) Ästhetische Behandlungen sind medizinische Eingriffe, bei denen das Ergebnis von individuellen Faktoren wie Hautzustand, Heilungsverlauf und genetischer Veranlagung abhängt.

    (2) Es kann keine Garantie für ein bestimmtes ästhetisches Ergebnis übernommen werden. Die Behandlung erfolgt nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft und mit größter Sorgfalt.

    (3) Vorher-Nachher-Bilder oder Beispielbilder dienen ausschließlich der Illustration und stellen keine Zusicherung für das individuelle Behandlungsergebnis dar.

    § 8 Haftung

    (1) Der Behandler haftet für Schäden, die durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung verursacht wurden, ohne Einschränkung.

    (2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Behandler nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

    (3) Die Haftung für Schäden, die durch Nichtbefolgen der Nachsorgeanweisungen oder durch Verschweigen behandlungsrelevanter Informationen durch den Patienten entstehen, ist ausgeschlossen.

    § 9 Widerrufsrecht

    (1) Bei Vertragsschluss außerhalb der Praxisräume steht dem Patienten ein Widerrufsrecht gemäß §§ 312g, 355 BGB zu.

    (2) Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss. Der Widerruf muss schriftlich erfolgen.

    (3) Das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wurde und der Patient zuvor über den Verlust des Widerrufsrechts informiert wurde.

    § 10 Schweigepflicht und Datenschutz

    (1) Alle im Rahmen der Behandlung bekannt gewordenen Informationen unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht gemäß § 203 StGB und werden vertraulich behandelt.

    (2) Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG).

    (3) Einzelheiten zum Datenschutz entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

    § 11 Foto- und Videodokumentation

    (1) Zu Dokumentationszwecken werden vor, während und nach der Behandlung Fotografien angefertigt. Diese dienen der medizinischen Dokumentation und Qualitätssicherung.

    (2) Eine Verwendung von Bildmaterial zu Lehr-, Ausbildungs- oder Werbezwecken erfolgt nur nach gesonderter, schriftlicher Einwilligung des Patienten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

    § 12 Schlussbestimmungen

    (1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

    (2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz der Praxis.

    (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

    (4) Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform.

    Stand: Februar 2026

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